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26 Nov

Im Schatten des großen Clowns

grock-nicht-scherrySherry ist kein Name, sondern ein alkoholisches Getränk. Grog genauso. Und nicht selten spendet Alkohol wichtige Zusammenhänge. Dass Adam Kuckhoffs Künstlerroman „Scherry“ – erstmals erschienen 1931 bei Rütten & Loening, jetzt als Reprint & E-Book neu bei ebooknews press – schon im Titel als Hommage an den damals populären Musikclown Grock alias Charles Adrien Wettach zu lesen war, dürfte zum Beispiel durchaus hilfreich gewesen sein, um dieses schriftstellerische Debüt zu vermarkten. Zugleich war Adam Kuckhoff (1887 – 1943) jedoch sichtbar um Abgrenzung bemüht, wie ein Postskriptum mit dem Titel „An das Urbild des Scherry“ zeigt:

„Sind Sie es? Nein doch: Sie sind es nicht! Ja doch, Sie sind es! Kann ich Scherrys Nummer heute noch von der Ihren unterscheiden? Auch sie ist es und ist es nicht“,

heißt es dort, doch zumindest den „Schatten“ von Grock, wie er in Anspielung an Chamissos „Peter Schlemihl“ zugibt, scheint der Romancier tatsächlich gestohlen zu haben. Viel mehr aber wohl auch nicht. Das zeigt der direkte Vergleich von Grock und Scherry sehr schnell:

Grock hatte sich durch die souveräne Beherrschung von mehr als 15 Instrumenten, durch die Markenzeichen Schlabberhut und Schlabberhose sowie dem virtuos in allen Tonlagen hervorgebrachten „Waruuuuum?“, gefolgt vom „Nit möööööglich!“ in die Herzen des internationalen Publikums gespielt, assistiert von seinem Partner „Brick“. Vom Erfolg des musikalischen Faxenmachers zeugt noch heute die an der italienischen Riviera zu besichtigende „“Villa Grock“, seit 1928 Wohnstätte, später auch Altersruhesitz des Clowns.

Auch der von Kuckhoff erschaffene Musikclown Scherry hat mit seinem Partner Doré die großen Bühnen der Welt bespielt, wechselt bei seinen Darbietungen behende von Instrument zu Instrument, und schmettert dem Publikum ein nur leicht abgewandeltes „Woarum?“ entgegen, gefolgt vom „Nit möööglech!“.

Doch zugleich ist Kuckhoffs Clown auf dem Höhepunkt der Karriere von den Bühnen der großen Städte verschwunden, das große Vorbild Grock trieb noch bis Ende der Dreißiger Jahre coram publico seine Späße. Der Fall Scherry dagegen gibt im Roman Feuilleton und Publikum Rätsel auf, der namentlich nicht genannte Erzähler trifft Scherry Jahre nach dem Rückzug aus dem öffentlichen Leben zufällig bei einer Autofahrt durch ein entlegenes Alpental, wo der Künstler im rustikalen Ambiente eines umgebauten Bauernhofs residiert.

Weitere Überraschung: der Clown und sein Partner haben nie wirklich aufgehört zu spielen, doch das Publikum der täglichen „Nummer“ besteht nur noch aus Dorfbewohnern, fremde Besucher, zumal aus der Stadt, werden von der lokalen Bevölkerung regelrecht hinauskomplementiert.

Nur durch einen weiteren Zufall und gutes Zureden gelingt es, über Scherrys „zweiten Mann“ Doré Zugang in das Scherry’sche Anwesen und zum großen Clown selbst zu finden. Dabei erhält der Erzähler Einblicke in die Tragik eines Künstlerlebens, die durchaus symptomatisch scheinen für das (Miß-)Verhältnis von gesellschaftlichem Anspruch und Wirklichkeit in den späten Jahren der Weimarer Republik. Denn die auf der Bühne zelebrierte utopisch-künstlerische Gemeinschaft wird überlagert von schnöden Verwertungsinteressen, von kapitalistischer Ausbeutung, von der Dialektik zwischen Herr und Knecht, die prägend ist für die alltäglichen gesellschaftlichen Machtverhältnisse.

Scherry hat Doré für seine Zwecke mißbraucht, und ist sich voll bewusst, dass vom gleichberechtigten Zusammenspiel nicht die Rede sein kann:

„Verflucht nochmal: Wenn zu einem Werk, das werden soll, die zweiten Männer nötig sind, und sie weigern sich, es zu sein, was soll man da mit ihnen anfangen? Ich habe nie in das Lamento mit einstimmen können, wenn bei großen Ereignissen Menschen verbraucht wurden. Werden sie in unseren alltäglichen Verhältnissen vielleicht weniger verbraucht? Bitte sich nur auf Büros, in Fabriken, Ministerien und ehelichen Wohnstuben umzusehen! (…) Ich kann nicht erkennen, wie in der Welt irgendein kräftiges Werk (…) sich verwirklichen soll, ohne daß dabei blutige oder auch meinetwegen unblutige Opfer fallen.“

Doré mag die Zusammenarbeit als Sprungbrett zu eigenen Karriere sehen, doch Scherry braucht Doré zur Aufrechterhaltung des etablierten Betriebs gerade so mittelmäßig, wie er ist, und hintertreibt geschickt alle Versuche des „zweiten Mannes“, unabhängig zu werden. Die gemeinsame „Nummer“ funktioniert von außen betrachtet über Jahre perfekt, doch der innere Widerspruch lässt sich auf Dauer nicht verdrängen:

„Ich sang jeden Abend das Rattenfängerlied der Gemeinschaft von Mensch zu Mensch, ich, der ich, um es singen zu können, unbedenklich den Menschen, der es mit mir sang, verraten hatte“,

gesteht Scherry in einer Art Lebensbeichte dem Erzähler. Die „Nummer“ ist für alle Seiten nur Illusion – am Ende folgt der künstlerisch-moralische Burnout, und als weitere Konsequenz der Rückzug von der großen Bühne.

Das Scherry’sche Dilemma lässt sich nicht so einfach als Einzelfall abtun, Kuckhoff wollte den Text denn auch als Schlüsselroman seiner Zeit verstanden wissen. Anfang der Dreißiger Jahre schrieb er:

„Im übrigen umfaßt das Thema des ‚Scherry‘ so ziemlich alles, was sich über das Verhältnis von Mensch zu Mensch, dem wirklichen DU, wie ich es nenne, von Mensch und Kunst, von Einzelnen und Masse, von Pseudoerlebnis und Realität sagen lässt“.

(Aus dem Nachwort von: Scherry – Eine Begegnung. ebooknews press 2014

Die hier vorgelegte Version von “Scherry” ist zugleich Band 1 einer neuen Reihe mit ausgewählten Werken Adam Kuckhoffs, die in Kürze mit “Der Deutsche von Bayencourt” sowie “Strogany und die Vermißten” erweitert wird.

Abb.: Clown Grock, Aufnahme von 1928, Public Domain (http://archiv.ucl.cas.cz)