Lie on your back with your hips and knees bent. Sorry Joran, this time the evidence is going to do the talking!. Good coverage for such a sheer foundation. It seems to go without saying people are the most important part of any business. Jordan is on vacation, for about three months, obviously enjoying a much deserved rest after leading his team to another National Basketball Association championship. The soles of cross trainers are stable and have good enough traction to provide moderate support for lateral, or side to side, movements. ncaa jerseys The Warriors have been almost as dominant, sweeping the Hornets before dropping just three games combined in series against the Grizzlies and Rockets.. Calling the Flatboy "surely the toughest and most trusted" performance platform bike pedals, BikeRadar's Justin Lorenz said "fact that they remain largely unchanged in 15 years should tell you plenty about the performance" of the Flatboys.. They are open between 10am and 10pm later during sales. Just after the hour, more good work from Sterling, and a lucky deflection had opened up a chance for Lallana. kevin durant jersey cheap It's upping the intensity, upping the discipline, (and) doing all the little things right.". Stop attacking and putting your partner on the defensive. cheap jerseys Failure is inevitable if you are trying for greatness. Now, the blue and white drive in eatery is a fixture along the heavily traveled road a regular stop for seasonal tourists and locals alike.. If palm is always down, the thumb does not exceed the vertical, the ball is not in the hands of a stay. Leonard, coming off a weak offensive showing against OKC (11.3 ppg, .429, .300 from 3), needs to have the best series of his life from the arc and could use a few more transition opportunities..

cheap nike jerseys wholesale

The selectors may think of leaving one of them out.

NCAA jerseys

But what can be done these days makes Moneyball look as simple as counting on your fingers. So does Coentro. In the first set, Rose had tried to run a different rotation than it had all year in an attempt to create more offense, but the Rampants went back to the sets they were used to running in the second set.
22 Sep

Tödliche Umarmungen

buch-als-beuteMitten in der texanischen Wüste wird derzeit im Innern eines ausgehöhlten Berges eine riesige mechanische Uhr errichtet, getauft auf den Namen „The Clock of the Long Now“. Das Chronometer wird nur alle 365 Tage ticken, und hat einen Zeiger, der nicht Stunden anzeigt, sondern Jahrhunderte. Das Land drumherum gehört einem der reichsten Männer der Welt: Jeff Bezos. Wer wissen möchte, wie der Multimilliardär tickt, bekommt hoch oben in den Sierra Diablo Bergen einen wichtigen Hinweis: dieser Mann denkt in großen Etappen.

Das sollten wohl auch alle zur Kenntnis nehmen, die mit Amazon zu tun haben – denn auch das von Bezos 1994, also vor genau zwanzig Jahren gegründete Unternehmen hat einen sehr langen Atem. Gewinne werden nicht ausgewiesen, trotz kontinuierlich steigender Umsätze wird alles verfügbare Geld in die weitere Expansion investiert. Kindle Reader, Kindle Fire Tablet, Fire TV, Fire Phone, et cetera: Was mit dem Online-Versand mit Büchern, Gummistiefeln und Waschmaschinen begann, hat längst seine Fortsetzung in Geräten und Content gefunden.

Insofern ist Daniel Leisegangs kritische Amazon-Studie mit dem Untertitel „Das Buch als Beute“ nicht nur eine Engführung, sondern fast schon eine Art Missverständnis:
denn im Buchhandel ist Bezos eher zufällig gelandet, sein eigentliches Metier war bis Anfang der Neunziger Jahre der computergestützte Börsenhandel. Früh wurde er auf das boomende World Wide Web aufmerksam, und nutzte clever die immensen Wachstumsraten der Internet-Ökonomie für eigene Zwecke. Das Garagen-Startup Amazon.com nannte sich zwar keck „größte Buchhandlung der Welt“, hatte aber eigentlich nur den größten Katalog der Welt.

Pech für die Buchbranche, dass der Weg zum größten „Anything Store“ weltweit ausgerechnet über das Terrain der Gutenberg-Galaxis führen musste. Dort wie auch anderswo setzt der Konzern nun auf beschleunige Disintermediation: alle Zwischenhändler werden ausgeschaltet, nicht nur die Buchhändler, sondern perspektivisch auch die Verlage. Leisegangs Dossier, basierend vor allem auf der Auswertung von Presseartikeln, Internet-Quellen und aktuellen Amazon-Studien (Brad Stone & Richard L. Brandt) bringt diese Strategie auf den Punkt: es geht um die „tödliche Umarmung“.

Bei seinen kritischen Blicken auf Amazons tayloristisch ausdifferenzierte Lagerlogistik, auf gnadenlose Rabattierungs-Schlachten und infame Steuertricks wird aber auch deutlich: gerade in Deutschland – nach den USA zweitwichtigster Markt für den Online-Händler – wird das raubtierhafte Verhalten von Amazon durch flexible Gesetze, staatliche Subventionen und willige Vollstrecker der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie effektiv unterstützt. Da ist die Frage: Fällt die Buchpreisbindung? fast schon nebensächlich, denn spätestens seit dem Boom des Self-Publishings und dem Start von eigenen Imprints geht der Pricing-Trend deutlich bergab.

Und auch vor Amazon war der von großen Ketten dominierte Buchhandel eigentlich schon jenseits von Gut und Böse: „Die Verlage werden von gleich zwei mächtigen Gegenspielern in die Zange genommen“, so Liesegang zu recht. Zugleich werden Lösungswege gezeigt – die Renaissance der inhabergeführten Buchhandlungen gehört dazu (siehe Stories in Hamburg, Ocelot in Berlin, „Buchladen Neusser Straße einzigundartig“ in Köln-Nippes), aber auch der Wandel von Verlagen zu „Edeldienstleistern für Autoren“. Nicht zuletzt ist aber wohl auch Druck auf die Politik notwendig, um den Quasi-Monopolisten stärker in die Schranken zu weisen.

Lässt man begriffliche Unschärfen (der Buchhandel an sich und das Buch per se sind durch Amazon nicht bedroht, wenn überhaupt, dann vom Medienwandel insgesamt) und von schlecht informierten Journalisten übernommene technische Details (etwa zum Kindle-DRM, zu KDP und Createspace, etc.) sowie das lieblose Word-Arial-14-Punkt-Layout der Printversion (in diesem Umfeld wirkt ein Wort wie „Kulturgut Buch“ dann doch irgendwie unrund) beseite, hat der Politologe und Redakteur der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ einen gut lesbaren Überblick zu den Verästelungen des Systems Amazon im hiesigen Leseland vorgelegt.